Kriegsgräberfürsorge

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker (von rechts) sowie Geschäftsführer Roland Fischer (links) mit den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse der Albert-Blankertz-Schule.
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker (von rechts) sowie Geschäftsführer Roland Fischer (links) mit den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse der Albert-Blankertz-Schule.

Um die Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zu unterstreichen und die Leistungen der Schulen in Oberfranken in besonderer Weise zu würdigen, war die beteiligte Albert-Blankertz-Grund-und Mittelschule zum 27. Schulehrungsempfang an die Regierung von Oberfranken in Bayreuth eingeladen.

 

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, die zugleich das Ehrenamt als Bezirksvorsitzende beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge inne hat, 

 

dankte den Beteiligten für ihren Einsatz. Sie hob hervor, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag begeht.

 

Geschäftsführer Robert Fischer schaute auf das Jahr 1919 zurück, als sich ein Verein gründete, der sich um die deutschen Kriegsgräber des Ersten Weltkrieges sorgt und den Angehörigen helfen will. Mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge entstand eine der ersten „Bürgerbewegungen“. Nach 100 Jahren ist dieser Volksbund immer noch aktuell. „Der wertvolle Beitrag zum Erinnern verdient unser aller Wertschätzung“ stellte Fischer heraus. Aktuell habe der Volksbund über fünf Millionen Kriegstote in seiner Datenbank registriert.  Die Zahlen und damit verbundene wichtige Arbeit des Volksbundes seien in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt und vielen Menschen sei es nicht bewusst, wie aktuell die Geschichte dadurch immer noch ist.

 

Als große Herausforderung sah er Angehörige der geborgenen Kriegstoten zu finden. Die zweite große Aufgabe richte sich in die Zukunft. Denn vor allem mit der Jugendarbeit baue der Volksbund Brücken für die kommenden Generationen. Weiter sah der Geschäftsführer in dem Volksbund eine Vereinigung von Menschen, die das Gleiche wollen: „Die Katastrophe des 20. Jahrhunderts darf sich nicht wiederholen.“

 

Die Arbeit des Volksbundes müsse finanziert werden. Dies erfolge durch die jährliche Haus- und Straßensammlung sowie für die bayerischen Kriegsgräberstätten durch den Kerzenverkauf. Die gesammelte Geldsumme fließe zu einhundert Prozent in die humanitäre Arbeit des Volksbundes. Insgesamt belaufe sich die gesammelte und gespendete Geldsumme der Schulen in Oberfranken auf 47.976,49 Euro. Das sei ein gleichbleibend starkes Ergebnis, stellte Fischer heraus. 

 

Mit ihrem besonderen Engagement bei der jährlichen Haus- und Straßensammlung erhielt die sechste Klasse, stellvertretend für die Albert-Blankertz-Grund- und Mittelschule, eine Ehrenurkunde. Diese nahmen die Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit Klassenlehrer Thomas Micheel am Schulehrungsempfang teilnahmen, mit Freude entgegen. Zugegen war auch Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker.

 

Weiter belegte aus dem Landkreis Lichtenfels das Gymnasium Burgkunstadt den ersten Platz in der Gruppe der Gymnasien für besonderes Engagement bei der Haus- und Straßensammlung und dem Kerzenverkauf und erhielt neben der Dankurkunde die Medaille „Friedenspark.“  Für besonders herausragende Schulen bei der Kerzenaktion wurde das Meranier-Gymnasium mit einer Ehrenurkunde geehrt.